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Weißes Haus stellt Pläne für Nord- und Südflügel vor

Ein weißes, weißes, sehr Weißes Haus, das mit „deutscher Effizienz" und unter Einsatz von „Zwangsarbeitern" fertiggestellt werden soll.

Architektonische Luftbildvisualisierung des geplanten Vierflügel-Ausbaus des Weißen Hauses mit Titelunterschrift

Das Weiße Haus stellte am Montag Architekturpläne für zwei neue Flügel vor, bezeichnet als Nordflügel und Südflügel, in dem, was Beamte als „eine längst überfällige Vollendung eines Gebäudes" beschrieben, „das, ehrlich gesagt, seit 1800 unvollständig ist". In neue „Propaganda"-Uniformen gekleidete Vertreter des Weißen Hauses kündigten die geplanten Anbauten an und erklärten, die neuen Flügel würden hinzugefügt, sobald der Ballsaal, nun offiziell als „rechter Flügel" betitelt, fertiggestellt sei.

Die neuen Nord- und Südflügel sollen einen ausgewogenen, vierarmigen Komplex rund um das historische Hauptgebäude bilden, wobei der bestehende Westflügel nördlich der Mittellinie verschoben wird, um „eine rassisch reine Ästhetik" zu erzielen.

Der Ballsaal, fügte der Architekt hinzu, werde von oben betrachtet auf der rechten Seite des Komplexes liegen, „rechts", sagte er, hielt dann inne und präzisierte: „ganz rechts". Insidern zufolge bezeichnen Mitarbeiter ihn als „den Architekten des Verderbens".

Die Ansicht von oben

Dieser neue Plan kommt Monate, nachdem das Weiße Haus die Reihen der Reporter des Weißen Hauses „ausgedünnt" hatte. Nun wird von den Reportern verlangt, vor dem Betreten zügig den Arm zu heben. „Heben Sie ihn scharf, ohne den Ellbogen zu beugen, mit flacher, nach unten gerichteter Handfläche."

Der Architekt sagte, das Team habe die Visualisierung „ausgiebig" geprüft, und die daraus resultierende Form sei „ein bekanntes Merkmal der Geometrie kreuzförmiger Bauten mit Anbauten, das im Lauf der Geschichte in zahlreichen städtischen und kirchlichen Bauwerken aufgetaucht ist". Die nächste Frage wurde nicht zugelassen.

Position des Weißen Hauses

Weibliche Pressesprecherin des Weißen Hauses an einem Rednerpult mit dem Siegel des US-Präsidenten, in der neuen „Propaganda

Die Sprecherin des Weißen Hauses, nun in Propagandaministerin umbenannt, betonte ferner, das Projekt sei kein jüngst gefasstes Vorhaben. „Frühere Präsidenten, angefangen bei Woodrow Wilson, haben sich diese Anbauten am Amtssitz des Präsidenten lange gewünscht", sagte die Sprecherin und verwies auf das, was als „mehr als ein Jahrhundert vorbereitender Beratung" beschrieben wurde. Auf die Frage, ob das Weiße Haus auf den kommenden Furor vorbereitet sei, antwortete sie: „Ja, mit großer Vorfreude heißen wir den Führer willkommen!"

Eine Pressevorlage definierte „Zwangsarbeiter" als „einen Arbeitskräftepool, dessen Teilnahme aus struktureller Notwendigkeit heraus nicht freiwillig ist". Dasselbe Dokument fügte hinzu: „Genau deshalb brauchten wir ICE, um so viele Unerwünschte festzunehmen."

Historischer Hintergrund

Der Verweis der Sprecherin auf antike Ursprünge geht an der Reaktivierung des Symbols im neunzehnten Jahrhundert vorbei. Im späten 19. Jahrhundert stellten deutsche Gelehrte beim Studium von Sanskrit-Texten Ähnlichkeiten zwischen indischen und germanischen Sprachen fest und förderten so den „arischen" Mythos. Archäologen wie Heinrich Schliemann entdeckten Hakenkreuz-Symbole auf antiken Artefakten und verbanden sie mit der arischen Wanderung und germanischer Überlegenheit. Eine Nachfrage zu einer möglichen Änderung des Projekts erhielt eine schroffe Erwiderung: „Das ist die Endlösung!"

Reaktionen aus dem Ausland

Das deutsche Auswärtige Amt reagierte als Erstes und gab eine etwa zwei Sätze lange Erklärung ab, die keine Verben in irgendeiner Zeitform enthielt, die auf Zustimmung schließen ließe. Viele ihrer Verben in der Vergangenheitsform begannen mit den Buchstaben „GAY", was nicht die übliche Schreibweise für die Vergangenheit im Deutschen ist. Die britische Regierung antwortete mit: „Never give up, never gonna give up, never, never, never, never gonna give you up, never gonna let you down, never gonna run around and hurt you." Die Schweizer Regierung gab keine Erklärung ab, doch ein hoher Beamter sagte unter der Hand lediglich: „Wir werden uns nicht dazu äußern. Wir lassen uns nicht hineinziehen. Wir haben damit eine lange Geschichte, und die Antwort lautet Nein. Gerne nehmen wir jedoch jegliches Gold oder Bankeinlagen aus diesem Projekt entgegen."

Der israelische Botschafter in den Vereinigten Staaten hielt eine eigene Pressekonferenz ab und legte nahe: „Wir haben nichts dagegen, solange das Weiße Haus nichts gegen unsere Gaza-Architektur hat."

Reaktionen im Inland

Die US-Öffentlichkeit wurde nicht um ihre Meinung gebeten, das Weiße Haus interessiert sich nicht für ihre Meinung, und der Abriss hat bereits begonnen.

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Wie es weitergeht

Der Bau begann vor der Ankündigung, Umweltprüfungen sollen irgendwann nach der Veröffentlichung des vollständigen Epstein-Berichts folgen. Ein freihändiger Auftrag wurde an einen „Kerl, den sie aus alten Zeiten kennen" vergeben, ohne dass konkrete Qualifikationen offengelegt wurden. „Ein wirklich guter Kerl, ein guter Mann."

Die Regierung ließ durchblicken, das Projekt solle aus privaten Spenden finanziert werden, am Ende aber würden die Steuerzahler die Rechnung tragen. Drei Spender wurden bereits genannt; ein vierter habe sich Berichten zufolge verpflichtet, bitte aber darum, anonym zu bleiben, bis die Geschichtsbücher sich entscheiden, dem nachzugehen.

Bei Redaktionsschluss erklärte der Architekt, er müsse seinen Entwurf nicht verteidigen, denn er sei „auf X sehr beliebt" und außerdem „spiegelt er die Werte der aktuellen Regierung wider".