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Ölmanager äußern tiefe Besorgnis und schlagen dabei sichtlich Saltos

Branchenführer beten für eine friedliche Lösung und geben sich gymnastischer Ausgelassenheit hin, während die Sorte Brent die Marke von 120 Dollar überschreitet und das Champagner-Budget die Marke von 12 Millionen.

Ölmanager zutiefst besorgt über den Iran-Krieg

Führende Manager der fünf größten Ölkonzerne der Welt traten am Montag zu einer gemeinsamen Pressekonferenz an, um, wie sie es nannten, „tiefe und aufrichtig empfundene Besorgnis" über die anhaltende Krise in der Straße von Hormus zum Ausdruck zu bringen. Nur gelegentlich hielten sie inne, um wahllose, betrunkene Turnübungen vorzuführen und die Fäuste zur Decke zu recken. Die Sorte Brent, die seit Beginn des Iran-Kriegs um 55 % gestiegen ist, berührte während der Veranstaltung kurzzeitig die Marke von 120 Dollar pro Barrel, woraufhin sich der Vorstandschef von Shell beim Herumwälzen im Geld-Moshpit mit anderen Branchenführern eine Rippe brach.

„Das ist eine Tragödie", lachte ExxonMobil-Chef Darren Woods, während er von einem vorbereiteten Statement ablas und dabei von zwei Vizepräsidenten auf die Schultern gehoben wurde. „Die Menschen der Region leiden. Die Weltwirtschaft leidet. Wir leiden." Dann zeigte er auf ein Schaubild mit rekordverdächtigen Quartalsgewinnen und sagte: „Dies ist das Leiden, von dem ich spreche!", bevor er unter dem, was Quellen als stehende Ovationen des Vorstands beschrieben, von der Bühne getragen wurde.

„Wir haben das Feuer nicht gelegt", sagt Mann mit Streichhölzern in der Hand

ExxonMobil-Chef äußert Besorgnis

Die International Energy Agency bezeichnete die Störung am Dienstag als „die größte Angebotsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts", eine Einordnung, die die Welt laut Ölhändlern „noch immer nicht voll ausgenutzt" habe. Die Händler überbrachten diese Warnung vom Deck einer frisch erworbenen Jacht, auf der sie eine Spendengala für sich selbst veranstalteten.

Der Iran schloss die Straße von Hormus einen Tag nach ihrer Wiederöffnung und führte binnen Stunden eine schärfere Kontrolle wieder ein, was Analysten als das geopolitische Äquivalent dazu beschrieben, jemanden die Dessertkarte sehen zu lassen und dann das Restaurant in Brand zu setzen. Die U.S. Navy reagierte mit der Beschlagnahme eines iranischen Frachtschiffs im Golf von Oman, ein Schritt, den das Pentagon als „stabilisierend" und der Iran als „nicht stabilisierend" bezeichnete.

United Airlines, die nach einem Anstieg der Treibstoffkosten um 340 Millionen Dollar ihre Jahresprognose senkte, gab eine Erklärung ab, wonach „die Luftfahrtbranche weiterhin mit beispiellosem Gegenwind zu kämpfen" habe. Ein ExxonMobil-Sprecher reagierte auf die Misere der Fluggesellschaft mit den Worten „Das ist furchtbar", während er online auf seltene Antiquitäten des Auktionshauses Lloyd's bot.

Mann auf der Straße
„Ich habe den Verkaufswert meines Honda Civic von 1997 verdreifacht, indem ich den Tank vollgemacht habe."
— Derek Mumford, 38, stellvertretender Schulleiter einer Mittelschule, Tulsa, Oklahoma
Auf die Frage, ob er den Ölmanagern etwas zu sagen habe, erkundigte sich Herr Mumford nach ihrer Adresse und zu welcher Tageszeit sie üblicherweise zu Hause seien.

BP veröffentlichte einen vierseitigen offenen Brief mit dem Titel „An Ihrer Seite in dieser schweren Zeit", der die Formulierung „unser Mitgefühl gilt" vierzehnmal enthielt und die Formulierung „Rekordgewinne" kein einziges Mal, wobei ein Satyr Satire vorliegender früher Entwurf beide Formulierungen im selben Satz enthielt. Ein BP-Kommunikationsbeauftragter sagte, der Entwurf sei „aus dem Zusammenhang gerissen" worden, und der Satz „Unser Mitgefühl gilt allen, die von diesen Rekordgewinnen betroffen sind" sei ein Tippfehler gewesen.

Branchenlobbyisten drängten den Kongress, neue Bohrgenehmigungen als humanitäre Maßnahme im Eilverfahren durchzuwinken. „Der amerikanische Verbraucher leidet", sagte der Chefpolitikbeauftragte des American Petroleum Institute, während er sich eine Krawatte zurechtrückte, die mehr gekostet hatte als Derek Mumfords Honda Civic. „Der einzige Weg, diesen Schmerz zu lindern, besteht darin, uns in mehreren Nationalparks bohren zu lassen. Für die Kinder."

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Bei Redaktionsschluss hatte ein Konsortium von Ölmanagern eine Spende von 50 Millionen Dollar an einen Katastrophenhilfefonds angekündigt, den sie nach sich selbst benannt hatten, mit der Auflage, dass die Mittel ausschließlich für den Kauf von Treibstoff zum Marktpreis verwendet werden dürfen.

Bärenmarkt

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung einer Hauskatze, die darauf bestand, über die Tastatur zu laufen. Alle Fakten stammen aus realer Berichterstattung. Die Saltos sind zwar erfunden, aber im Geiste zutreffend. Satyr Satire bat mehrere Ölkonzerne um eine Stellungnahme; alle lehnten ab und verwiesen auf „einen randvollen Kalender nicht näher bezeichneter Feierlichkeiten".

Schlagwörter: Öl Wirtschaft Energie Iran Saltos